Robert Prosser
Mercedes Spannagel
Lucia Leidenfrost
Margret Kreidl
Christoph Hein
Steffen Mensching
Bettina Gärtner
Jakob Kraner
Luca Manuel Kieser
Robert Schindel
Marie Luise Lehner
Ronald Pohl
Hanno Millesi
Simone Hirth
Marion Steinfellner
Herbert J. Wimmer
Waltraud Haas
Rudolf Lasselsberger
Lucas Cejpek
David Fuchs
Peter Paul Wiplinger
Karl Wagner
Angela Krauß
Antonio Fian
Hansi Linthaler
Karin Fleischanderl
Herbert Herzmann
Tomer Gardi
Mark Kanak
Ruth Beckermann
Franz Schuh
 

Naipaul V.S. (Vidiadhar Surajprasad)

V. S. (Vidiadhar Surajprasad) Naipaul, geboren 1932 in Trinidad als ältester Sohn indischstämmiger Eltern, ging 1950 mit einem Stipendium nach England, um in Oxford zu studieren. Er arbeitete kurz als Autor und Redakteur für das Caribbean Voices-Programm der BBC bevor er sich ganz dem Schreiben/der Schriftstellerei zuwandte. Er veröffentlichte über 30 Bücher – großteils Romane, aber auch Essays und Reiseberichte. In seinen ersten drei Büchern porträtierte Naipaul die Gesellschaft seiner Heimat Trinidad, der literarische Durchbruch gelang ihm mit A House for Mr. Biswas (1961, dt. Ein Haus für Mr. Biswas, 1981), der Roman basiert auf dem Leben seines Vaters. In nachfolgenden Werken behandelte Naipaul zunehmend politische Themen und begann über koloniale und postkoloniale Gesellschaften und deren Wandel zu schreiben, etwa über Afrika in A Bend in the River (1979, dt. An der Biegung des großen Flusses, 1979). In The Enigma of Arrival (1987, dt. Das Rätsel der Ankunft, 1987) bearbeitete er sein Leben in England. Seine rege Reisetätigkeit führte ihn u. a. nach Indien, Zaire, Uganda, Iran, Pakistan, Malaysia und Indonesien und fand Eingang in seine schriftstellerische Arbeit. Es entstanden teils heftig diskutierte nicht fiktionale Bücher über Indien – darunter An Area of Darkness (1965, dt. Land der Finsternis: Fremde Heimat Indien, 1997) und India: A Wounded Civilization (1977, dt. Indien – eine verwundete Kultur, 1978) – oder Among the Believers: An Islamic Journey (1981, dt. Eine islamische Reise, 1982), eine sehr kritische Auseinandersetzung mit dem Islam und seinen extremistischen Strömungen. Der u. a. mit dem Somerset Maugham Award (1961) und dem Booker Prize (1971) ausgezeichnete Autor wurde 1989 von der englischen Königin zum Ritter geschlagen; 2001 erhielt Naipaul den Nobelpreis für Literatur.